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Heilpflanzen im traditionellen Stahlstich

«Allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift ist», wusste schon der Schweizer Arzt Paracelsus (1493–1541). Das gilt insbesondere für Heilpflanzen, wie sie auf dem Sonderblock in limitierter Auflage zu sehen sind.

Es sind Pflanzen, die Wirkstoffe enthalten, die zur Heilung oder Linderung von Krankheiten verwendet werden können. Die Kenntnisse davon sind teilweise uralt und bis heute nützlich. Stimmt die Dosis nicht, können Heilpflanzen aber auch giftig sein. Der Sonderblock ist eine Weiterführung der jährlich in limitierter Auflage erscheinenden Marken in spezieller Produktionstechnik, wie unlängst die Schallplatte (Speziallack mit Tonspur), das Goldvreneli (Goldprägung) oder die Quitte (Duftstoff). 2018 wurde der Stahlstich gewählt.

Gezeigt werden vier Heilpflanzen, die dem Kräuterbuch des italienischen Arztes und Botanikers Pietro Andrea Mattioli (1501–1577) nachempfunden sind. Er beschrieb als Erster Pflanzen, die im 16. Jahrhundert nach Mitteleuropa kamen, etwa die aus Amerika eingeführte Tomate und die vom Balkan stammende Rosskastanie. Sein Kräuterbuch war äusserst beliebt und wurde bis ins 17. Jahrhundert nachgedruckt. Dementsprechend wirken die Sujets auf dem Sonderblock wie alte Lehrtafeln.

Jürg Freudiger

Stahlstich

Ähnlich wie der bekanntere Kupferstich zählt der Stahlstich zu den traditionellen Tiefdruckverfahren und findet heute noch Anwendung bei der Herstellung von Banknoten. Dabei wird die Zeichnung in eine Stahlplatte geritzt. Das Resultat des heute seltenen und im Detail aufwändigen Verfahrens sind eine hohe Konturenschärfe und eine grosse Detailtreue.