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Marc Weller, Bern

Downtown Switzerland

Als dritter Teil der Dauermarkenserie «Schweizer Bahnhöfe» hat der Hauptbahnhof Zürich seinen Auftritt. Das riesige Gebäude mit der eindrücklichen Halle und dem Längstrakt blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Der Hauptbahnhof Zürich ist der weitaus grösste und betrieblich komplexeste Bahnhof der Schweiz. Zugleich wird hier das grösste Verkehrsaufkommen des Landes gemessen. Mit rund 3000 Zugfahrten pro Tag gilt er sogar als einer der meistfrequentierten Bahnhöfe der Welt.

Das Gebäude mit der imposanten Bahnhofshalle und dem zur Bahnhofstrasse vorgesetzten Längstrakt ist ein Werk des Architekten Jakob Friedrich Wanner von 1871. Er hat es unter dem Einfluss eines Entwurfs des damaligen Stararchitekten Gottfried Semper erbaut. Semper lebte 1855 bis 1871 in Zürich und war in dieser Zeit verantwortlich für den Bau des Polytechnikums, der heutigen ETH. Er war ein Vertreter des sogenannten Historismus und der Neorenaissance. Typisch für den Stil dieser architektonischen Richtung ist der als Triumphbogen gestaltete Haupteingang am Ende der Bahnhofstrasse.

Das Bahnhofgebäude wurde anstelle eines im Jahr 1847 erstellten Vorgängerbaus errichtet, der den Endpunkt der Schweizerischen Nordbahn (SNB) bildete. Die im Volksmund «Spanisch-Brötli-Bahn» genannte Verbindung war die erste Bahnlinie der Schweiz.

Der Bahnhof erlebte zahlreiche Um- und Ausbauten. Zuletzt wurde der Kopfbahnhof durch die beiden unterirdischen Durchgangsbahnhöfe Museumstrasse (1990) und Löwenstrasse (2014) erweitert.

Jürg Freudiger