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Jens Riedweg, Baar

Fünfzig vom Ass im beliebtesten Kartenspiel

Ein Schieber? Ein Differenzler? Stöck! Bock! Wenn Ihnen diese Begriffe nichts sagen, gehören Sie zu den wenigen Schweizer Jassmuffeln. Denn Jassen ist in unserem Land der Volkssport Nummer 1.

Mit dem Kleinbogen und den vier Marken bringt die Schweizerische Post ein landesweit verbreitetes Thema in die Briefmarkenwelt. Ob Jung oder Alt, im Wirtshaus oder im trauten Heim, verbissen nach strengen Regeln oder ausgelassen in fröhlicher Runde: In der ganzen Schweiz wird gejasst. Wie beliebt das Spiel ist, zeigt allein die Tatsache, dass die SRF-Sendung «Samschtig-Jass» mit ihren Vorgängern bereits seit 1968 ausgestrahlt wird. Es ist die älteste Unterhaltungssendung in ganz Europa!


Die Sondermarken inszenieren die regional unterschiedlichen Spielkarten. Wird in der Deutschschweiz mit Schellen, Schilten, Eicheln und Rosen gespielt, sind es im Westen und Süden des Landes Herz, Karo, Kreuz und Pik (Schaufel). Auch sagt man im einen Fall «Ober» und «Under», im ­anderen «Dame» und «Bube». Die Jass-Grenze verläuft im Wesentlichen entlang der Linie Brünig, Napf, Reuss und Aare. Im Kanton Aargau soll es sogar Gemeinden geben, in denen unterschiedliche Dorf­teile mit den jeweils anderen Karten spielen!

Jürg Freudiger

Kleinbogen mit 8 Marken

Jens Riedweg

Die Sondermarken sind das erste Briefmarkenprojekt des Gestalters aus Baar. Er verfügt über ein grosses Wissen rund um das Jassen und 
hat die althergebrachten Jasskarten der deutschen und französischen Schweiz neu aufgelegt und gestaltet. Die Sujets wurden zeitgemäss ­umgesetzt, ohne die traditionellen Werte aus den Augen zu verlieren.