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Quadratisch, aber nicht proportional

«Das Wappen der Eidgenossenschaft ist im roten Felde ein aufrechtes, freistehendes weisses Kreuz, dessen unter sich gleiche Arme je einen Sechstel länger sind als breit.» So hat die Bundesversammlung am 12. Dezember 1889 die Grössenverhältnisse des Schweizerwappens festgelegt.

Die Arme des Schweizerkreuzes sind also keineswegs quadratisch. Dafür ist es die Fahne selbst – im Gegensatz zu den meisten anderen Nationalflaggen. Dies wurde schon früher so gehandhabt, aber seit dem 1. Januar 2017 schreibt das neue Wappenschutzgesetz die Quadratform zwingend vor.

Die besonderen Grössenverhältnisse sowie die Farbe unserer Flagge hat die Schweizerische Stiftung Pro Patria für das Jahr 2019 zum Thema ihrer Briefmarken gemacht. Unter dem Leitsatz «Erbe nutzen – Zukunft stiften» sammelt sie durch Briefmarken mit Taxzuschlägen Gelder für die Pflege des Kulturerbes der Schweiz.

Der Berner Gestalter Max Henschel hat die Proportionen des Kreuzes und der Flagge in der handgezeichneten 100+50er-Marke, die das Erbe symbolisiert, in Szene gesetzt. In der computergenerierten 85+40er-Marke, die für die Zukunft steht, macht er hingegen das Rot zum Thema und lässt die unterschiedlichsten Definitionen der Farbe den Hintergrund bilden: «CMYK 0 / 100 / 100 / 0» heisst es da, «Pantone 485 C / 485 U» oder «RAL 3020 Verkehrsrot».

Jürg Freudiger

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