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Ein 500 Jahre alter Aufruf

Huldrych Zwingli (1484–1531) gehört mit zu den bedeutendsten Figuren der Reformation. Namentlich für Zürich und viele oberdeutsche Städte wie Augsburg, Konstanz oder Ulm kann sein Einfluss kaum hoch genug eingeschätzt werden.

Als Beginn dieses Wirkens gilt Zwinglis Amtsantritt als Leutpriester am Grossmünster Zürich im Jahr 1519. In der Folge realisierte er zusammen mit Leo Jud eine vollständige Bibelübersetzung in das alemannische Deutsch, die eidgenössische Kanzleisprache. Somit lag noch vor Luthers Version erstmals eine deutsche Bibel vor. Grund genug also für eine schweizerisch-deutsche Gemeinschaftsbriefmarke «Huldrych Zwingli − 500 Jahre Zürcher und oberdeutsche Reformation».

Für die Gestaltung der Sondermarke wurde in beiden Ländern ein Wettbewerb ausgeschrieben, aus dem ein deutscher Beitrag siegreich hervorging. Er überzeugte die Jury mit seiner zeitgenössischen Gestaltung und dem markigen Zitat «Tut um Gottes willen etwas Tapferes». Der Spruch sei gewählt worden, weil sich die mutige Position Zwinglis mit den überlieferten Porträtbildern kaum vermitteln lasse; die Absicht sei es gewesen, durch den direkten Appell an den Betrachter den Abstand von 500 Jahren verschwinden zu lassen.

Jürg Freudiger

Feier zu «500 Jahre Reformation» Die Reformierte Zürcher Landeskirche feiert am 12. Mai 2019 zusammen mit dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund einen Gottesdienst zu «500 Jahre Reformation». Er findet im Zürcher Grossmünster statt, von wo Zwinglis Reformation ihren Ausgang nahm. Erwartet werden zu dieser besonderen Feier auch zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland. zhref.ch/reformationsjubilaeum