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Trajekt: von der Schiene aufs Wasser

«Trajektverkehr» sagt Ihnen nichts? Es bedeutet so viel wie «Verlad von Eisenbahnwagen auf Schiffe». Auf dem Bodensee gab es diese Form des Verkehrs lange. Dabei spielte die Bahnlinie entlang des Sees eine bedeutende Rolle. 150 Jahre Seelinie + Trajekt – ein doppeltes Jubiläum.

Der erste Teil der Bahnlinie von Romanshorn nach Rorschach wurde 1869 eröffnet, und gleichzeitig startete auch der Trajektverkehr von Romanshorn nach Friedrichshafen und Lindau. So wurden Verbindungen über die Landesgrenzen hinaus geschaffen, bei denen es insbesondere um den Transport von Getreide-Güterwagen ging. Mit Unterbrechungen während der Weltkriege wurde der Trajektverkehr bis 1976 aufrechterhalten! Dieses Verkehrsmittel war zwar doppelt so teuer wie der Schienentransport auf dem Land, aber eben auch doppelt so schnell.

Bis heute geblieben ist die Seelinie. Sie bildet noch immer die Lebensader der Region und wurde beim letzten Fahrplanwechsel der SBB ausgebaut.

Am ersten Maiwochenende 2019 werden die Jubiläen der Seelinie und des Trajektverkehrs an mehreren Orten rund um den Bodensee gefeiert. Natürlich gibt es auch zahlreiche Extrafahrten auf Wasser und Schiene.

Die 1-Franken-Sondermarke zeigt die Trajektverkehr-Fähre mit den Eisenbahnwagen. Der 150er-Taxwert illustriert das heutige Nebeneinander der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt und der Regionalbahn Thurbo.

Jürg Freudiger

Die «MF Schussen» wird beladen, 1949. © Walter Schön, Konolfingen BE

Am Hafenfest Romanshorn (4. und 5. Mai 2019) wird in einem alten Postwagen der Bahnpost eine Sonderfiliale der Post betrieben, natürlich inklusive Sonderstempel. Sie ist jeweils von ca. 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am Samstag wird von 14 bis 16 Uhr zudem der Gestalter Willi Spirig anwesend sein. Detaillierte Informationen finden Sie in den PhilaNews Nr. 4/2019 und in der Onlineausgabe der Lupe.

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