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Davide Ackermann, Lugano

Wehrhafte Anlagen

Sasso Corbaro, Montebello, Castelgrande – dies sind die klangvollen Namen der drei Castelli von Bellinzona. Sie sind auf zwei Sondermarken zu sehen, die im Rahmen des PostEurop-Wettbewerbs entstanden sind.

Alljährlich gibt PostEurop ein Thema vor, zu dem die teilnehmenden Postverwaltungen Beiträge gestalten. Die Schweizerische Post gibt jeweils zwei Briefmarken in einem Bogen heraus. Eine davon wird am internationalen Onlinewettbewerb von PostEurop teilnehmen. Der Wettbewerb läuft vom 9. Mai bis am 31. August 2017 auf posteurop.org/europa2017. 


Die Burgen Bellinzonas sind samt ihren Festungsmauern Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Ihre Geschichte reicht bis in die Altsteinzeit zurück. Im Mittelalter sollten sie zunächst den Eidgenossen die Expansion nach Süden verwehren. Doch 1503 tauschte Bellinzona die Mailänder Herrschaft freiwillig gegen jene der Eidgenossen ein, worauf das Wehrsystem gegen Süden gewendet wurde.


Das Castelgrande – auf der rechten Marke abgebildet – ist die älteste der drei Burgen, sie wird bereits 590 erwähnt. Ab 1506 diente sie als Sitz der eidgenössischen Landvögte von Uri. 


Das Castello Montebello ist die mittlere Festung. Sie wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts errichtet, als der Gotthard zum wichtigsten Alpenübergang avancierte. Hier residierten die Landvögte von Schwyz.


Das Castello di Sasso Corbaro wiederum, ganz links abgebildet, ist die kleinste und jüngste, dafür aber höchstgelegene der drei Burgen. Nach 1506 kam sie in den Besitz der Nidwaldner, bis sie 1803 an den neu gegründeten Kanton Tessin überging.


Jürg Freudiger

Bild Kachel: © OTR Bellinzonese e Alto Ticino