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Bernadette Baltis, Uerikon/Stäfa

Ein prächtiges Panorama

Die Churfirsten sind eine Bergkette, die sich majestätisch und ausserordentlich schroff bis zu 2306 Meter ü. M. über dem auf 419 Metern gelegenen Walensee erhebt. Auf ihrer Nordseite laufen die Bergrücken hingegen sanft gegen das Toggenburg aus.

Einen besonders eindrücklichen Blick hat man von den Flumserbergen aus. Diese Perspektive hat die Gestalterin Bernadette Baltis denn auch für die Sondermarken gewählt. 


Zu sehen sind die sieben bekanntesten Gipfel als zusammenhängendes Panorama, unterteilt in vier Briefmarken. Eine Eigenheit des Bogens ist die Vignette mit den Namen der einzelnen Berggipfel. Weiter sind auf dem unteren Bogenrand die Höhenangaben aufgeführt.


Bernadette Baltis ist eine erfahrene Briefmarkengestalterin und hat beispielsweise bereits vor zehn Jahren ein Panorama mit Eiger, Mönch und Jungfrau geschaffen. Auf ihrem neusten Werk erscheinen nicht nur die imposanten Gipfel ausserordentlich plastisch, das ganze Bild wirkt dreidimensional. Und auch die markanten horizontalen Gesteinsschichten sind extrem deutlich zu sehen. Zu verdanken ist diese Wirkung der speziellen Arbeitstechnik der Gestalterin. Die Basis bilden über ein Dutzend Fotografien. Diese wurden collagenartig komponiert und in ­akribischer Handarbeit mit Farbstiften überarbeitet. Dabei hat die Gestalterin Unwichtiges weggelassen und entscheidende Details hervorgehoben – zu sehen ist also letztlich eine Zeichnung!

Jürg Freudiger

Das Panorama erstreckt sich über den ganzen Bogen.

«Kuhfürsten»?


Über den eigenartigen Namen der Bergkette ist viel gerätselt worden. War er ursprünglich eine spöttische Bezeichnung, die «Kuhfürsten» lautete? Oder bezeichnet er eine alte Grenze zum Bistum Chur? Oder hat der Name mit den sieben Kurfürsten des Heiligen Römischen Reiches zu tun, die früher den König wählten? Für und gegen jede dieser Ansichten gibt es Argumente …