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Glücksschwein

Geburtstage, Hochzeiten, Prüfungen, Jubiläen und vieles mehr sind Gelegenheiten, bei denen man künftig zu einem Glücksschweinchen in Form einer Briefmarke greifen kann. Die Sondermarke besticht durch ein besonderes Format und flauschiges Papier. Sie soll dem Empfänger Glück und Freude übermitteln.

Doch wieso steht das Schwein überhaupt für Glück, wo es doch in orientalischen Kulturen als unrein, verwerflich und masslos gilt? Die wahrscheinlichste Theorie verweist auf einen mittelalterlichen Brauch: Bei volkstümlichen Wettbewerben erntete der schlechteste Teilnehmer nicht nur Hohn und Spott, sondern häufig auch ein Ferkel als Trostpreis. Doch damit hatte er buchstäblich Schwein, denn diese Tiere waren in jener Zeit besonders wertvoll: Sie brauchten kein teures Futter, bekamen viel Nachwuchs und waren nach kurzer Zeit schlachtreif, konnten also beispielsweise helfen, hungrige Mäuler durch den Winter zu bringen.

In seiner reduzierten, einfachen Formensprache und seinen kräftigen Farben entfalte das Glücksschwein auch im kleinen Format Wirkung, sagt die Gestalterin Janine Wiget. Es sei mit sich und der Welt zufrieden und strahle Freude, Zufriedenheit und Glück aus. Dazu trägt auch die besondere Produktionsweise der Marke bei: Sie wurde auf geflocktes Spezialpapier gedruckt, das sich flauschig anfühlt.

Jürg Freudiger